November 26, 2009

Du
























Du!
Du bist so lächerlich
mit Deiner Liebe.
Wirfst Sie besessen gegen jede Hürde,
stur gegen all die Dinge, die uns trennen:
Verstand, Vermögen, die Moral und Pflicht.
Meinst wohl, Du kannst das einfach nieder rennen?

Du.
Du bis so halsstarrig
mit Deinem kleinen Traum vom Glück.
Träumst ihn allein – tagein, tagaus,
dabei verlierst Du Dich doch Stück für Stück.
Schon längst verschwand die kalte Wahrheit aus dem Blick.
Sieh´ hin: Mit Liebe kaufst Du meine Liebe nicht!

Du...
Du bist so wunderlich
mit Deinem ungeschützten Ja zum Augenblick.
Ich frage mich, bin ich oder bist Du verrückt?
Nicht früher, später, nein – jetzt soll es sein!
Sogar das hohe Pfand des Stolzes bringst Du ein,
sofern es nur vielleicht die Wand des Schweigens bricht.

Du.
Du machst mich nachdenklich.
Willst nicht verstehen – ach! Ich kann es nicht!
Es gibt unendlich viele Gründe für mein Nein.
Wer die gestohl´ne Liebe wagt, dem bricht das Schicksal das Genick!
Und außerdem ist bei mir ohnehin nichts mehr zu holen:
Die anderen haben alles schon vor Dir gestohlen.

Du!
Du machst mich ärgerlich!
Ich möchte, dass Du mich vergisst!
Dass Du mir nie mehr schreibst, und nie mehr mit mir sprichst!
Hör´ zu: Deine Gefühle brauch´ ich nicht – sie stören mich.
Und ich beschwöre Dich: Lass´ endlich von mir ab!
Lass´ ab von mir, sonst brauche ich Gewalt!

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Alice McDuff ~ 19. November 2009

Painting: Picasso Portrait of Dora Maar

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