Liebe ist eine ernsthaft leichte Angelegenheit!
Nun ist es Herbst doch alles blüht
Bernsteinfarben Deine Augen
Du kannst nicht laufen doch Du fliegst
Durch den Verstand tief in mein Herz
Deine Hände sprechen leise Bände
die das Schicksal Dir verwehrt
Du spricht mit leichtem Sinn vom Leben
Deine Worte schwingen in mir nach
Jetzt schweigst Du und doch: alles tanzt
Du lächelst und der Boden hebt sich
Bist ganz ruhig doch alles dreht sich
Wenn Du da bist kann ich damit leben
Halt mich fest ich bin es die sonst fällt, nicht Du
Wie soll ich zeigen was Du längst schon weißt?
Kann ich um etwas kämpfen das Du schützt?
Wo verläuft Dein Radius? Wohin führt der Kreis?
Dein Geist strahlt hell macht alles wett und mehr
Doch ich verlange nach Dir wild und dunkel
Alles, alles von Dir will ich schutzlos haben!
Lass mich nah zu Dir ich lade Dich ein zu mir
Liebster, was Du kannst - ich will es lernen
Zeig mir wie es geht - ich lerne schnell
Sogar fliegen wenn es sein muss
Liebe ist eine ernsthaft leichte Angelegenheit
Herbstwind weht die müden Blätter abwärts
Doch uns verleiht er Kraft wir gehen voran
Gegen den Strom. Durch Raum und Zeit. Wir finden uns
Wie siehst Du mich? Ich seh Dich ganz und unversehrt
Weine nicht, oh Liebster, Glück ist keine Folter
ist nicht dieser Schmerz den Du bekämpfst
Ich werde Deine Seele wie ein Kleinod halten
Du kannst mir trauen ich bin hier und dort
Wenn das Tagewerk zuviel wird öffne ich die Grenzen
und nehm Dich zu mir in mein Wunderland
keiner kann uns stören keiner kann uns trennen
nichts und niemand quält Dich dort ich schirme alles ab
Jemand sagte: Nun steh auf, Du kannst jetzt wieder gehen
Du sagst mir: Dieser Weg ist steinig doch Du kannst ihn sehen
Wenn Du die Ängste mit mir teilst, kannst Du ihn auch bestehen
Liebe ist eine ernsthaft leichte Angelegenheit, Gradiva
Es ist jetzt Herbst doch alles fühlt
Bernsteinfarben Deine Augen
Du kannst nicht laufen doch Du fliegst
Durch den Verstand tief in mein Herz
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Alice McDuff ~ 19. September 2011
Gradiva. Dieser dem von Freud analysierten Buch Jensen entlehnte Name bezeichnet das Bild des geliebten Wesens, insoweit es einwilligt, ein Stück weit am Wahn des liebenden Subjekts teilzunehmen, um ihm zu helfen, daraus zu erwachen.
Roland Barthes ~ Fragmente einer Sprache der Liebe, S.117
Roland Barthes ~ Fragmente einer Sprache der Liebe, S.117

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